Schlagwort: Selbstsabotage

  • Schattenarbeit Journal: So fängst du an (5 Schritte)

    Schattenarbeit Journal: So fängst du an (5 Schritte)

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    Wie du anfängst, ohne dich zu überfordern

    Bei mir hat sich vieles erst bewegt, als ich angefangen habe, Dinge aufzuschreiben, statt sie nur im Kopf hin und her zu wälzen. Ich habe mir notiert, wo ich hinwill, welche Schritte dazwischen liegen und vor allem, warum mir das eigentlich wichtig ist. Auf dem Papier sah manches plötzlich ganz anders aus als in meinen Gedanken.

    Bei Schattenarbeit ist das ähnlich. Im Kopf drehen sich unangenehme Gefühle gern im Kreis, und irgendwann denkst du nur noch darüber nach, wie blöd es ist, dass du dich so fühlst. Beim Schreiben musst du einen Satz zu Ende bringen, bevor der nächste kommt. Das macht dich langsamer, und genau dadurch siehst du Dinge, an denen du sonst vorbeigedacht hättest.

    In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du ein Schattenarbeit-Journal beginnst, welcher Ablauf dir dabei Halt geben kann und was dir am Anfang begegnen wird. Was Schattenarbeit grundsätzlich ist, erkläre ich in meinem Beitrag Shadow Work/Schattenarbeit erklärt.

    Du musst nicht wissen, wohin dich ein Satz führt, um ihn aufzuschreiben.

    Was du dafür brauchst

    Ein Notizbuch, das nur dir gehört, und einen Stift. Mehr nicht. Es muss weder schön noch teuer sein, wichtig ist nur, dass du sicher sein kannst, dass niemand mitliest. Sonst schreibst du, ohne es zu merken, für ein Publikum und nicht für dich.

    Plan dir etwa fünfzehn Minuten ein, am besten abends, wenn der Tag vorbei ist und nichts mehr von dir erwartet wird. Manche beginnen gern an einem Neumond, weil es sich wie ein kleiner Neuanfang anfühlt. Nötig ist das nicht. Der beste Zeitpunkt ist der, an dem du tatsächlich anfängst.

    Ein Ablauf, der dir Halt gibt

    Gerade am Anfang hilft es, jedes Mal ungefähr denselben Weg zu gehen. Dann musst du nicht jedes Mal überlegen, wie du einsteigst, und kannst dich ganz auf das konzentrieren, was auftaucht.

    1. Ankommen

    Schreib zwei, drei Sätze darüber, wie es dir gerade geht. Nicht schön formuliert, einfach ehrlich. „Ich bin müde und ein bisschen gereizt“ reicht völlig.

    2. Einen Moment auswählen

    Denk an eine Situation aus den letzten Tagen, in der du stärker reagiert hast, als es eigentlich nötig gewesen wäre. Vielleicht hat dich eine Nachricht gekränkt oder ein Kommentar hat dich den ganzen Abend beschäftigt. Beschreib kurz, was passiert ist.

    3. Dem Gefühl nachgehen

    Welches Gefühl war da genau, und wo hast du es im Körper gespürt? Kennst du es von früher? Oft merkst du an dieser Stelle, dass die Reaktion älter ist als die Situation, die sie ausgelöst hat.

    4. Nach dem Warum fragen

    Das ist für mich der wichtigste Schritt. Frag dich, wovor dich diese Reaktion schützen wollte. Hinter fast jedem Schatten steckt ein Grund, der irgendwann einmal Sinn ergeben hat, und erst wenn du den kennst, kannst du überlegen, was du heute anders machen möchtest.

    5. Freundlich abschließen

    Schreib zum Schluss einen Satz an dich selbst, so wie du ihn einer guten Freundin sagen würdest. Dann klapp das Buch zu. Der Eintrag muss nicht fertig sein, um gut zu sein.

    So könnte ein Eintrag aussehen

    Heute hat eine Freundin unser Treffen eine Stunde vorher abgesagt. Ich habe geschrieben „Kein Problem!“ und mich danach den ganzen Abend mies gefühlt. Das Gefühl war nicht Enttäuschung, eher so etwas wie: Ich bin wohl nicht so wichtig. Das kenne ich von früher, wenn ich zurückgesteckt habe, um niemandem zur Last zu fallen.

    Wovor schützt mich das? Wahrscheinlich davor, zu viel zu wollen und dann enttäuscht zu werden. Wenn ich gar nicht erst sage, dass mir etwas wichtig ist, kann mich auch niemand zurückweisen.

    Was ich mir heute sagen möchte: Es ist okay, dass mir das Treffen wichtig war.

    Was dir am Anfang begegnen kann

    Manchmal fällt dir schlicht nichts ein. Das ist völlig normal und meistens ein Zeichen dafür, dass ein Teil von dir noch vorsichtig ist. Schreib dann einfach auf, dass dir nichts einfällt und wie sich das anfühlt. Erstaunlich oft kommt danach doch etwas.

    Es kann auch passieren, dass du ins Grübeln kommst und dich nach dem Schreiben schlechter fühlst als vorher. Dann hilft es, beim nächsten Mal bewusst früher aufzuhören und dem fünften Schritt mehr Raum zu geben. Schattenarbeit soll dich nicht ausbrennen.

    Und wenn dich ein Thema richtig aufwühlt oder alte Verletzungen berührt, darfst du jederzeit eine Pause machen. Schattenarbeit ist Selbstreflexion und ersetzt keine Therapie. Manche Dinge brauchen einen geschützten Rahmen mit einer Fachperson.

    Wenn du Anregungen brauchst

    Nicht an jedem Abend fällt dir von selbst eine passende Situation ein. Für solche Tage habe ich 30 Schattenarbeit-Fragen gesammelt, die du statt Schritt 2 nehmen kannst. Such dir eine aus und geh den Ablauf von dort aus weiter.

    Wenn du eine Weile geschrieben hast, fällt dir vielleicht etwas auf: Viele Einträge landen an derselben Stelle. Du reagierst nicht nur in einzelnen Momenten empfindlich, sondern bremst dich auf eine ganz bestimmte Weise immer wieder selbst aus. Dann steckt oft eines von fünf leisen Mustern dahinter.

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  • Perfektionismus als Selbstsabotage: Warum er dich ausbremst

    Perfektionismus als Selbstsabotage: Warum er dich ausbremst

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    Warum zu hohe Ansprüche dich oft gar nicht erst anfangen lassen

    Ich habe lange geglaubt, ich sei faul, weil ich Dinge nicht angefangen oder kurz vor dem Ziel liegen gelassen habe. Dass genau dieses Verhalten auch eine ganz andere Ursache haben kann, habe ich erst spät verstanden. Eine davon ist Perfektionismus.

    Von außen wirkt Perfektionismus wie eine Stärke. Wer hohe Ansprüche hat, gilt als gewissenhaft und zuverlässig und viele Perfektionistinnen bekommen genau dafür Anerkennung. Was dabei niemand sieht, ist der Preis: die Abende, an denen du an einer Kleinigkeit feilst, die Projekte, die nie das Licht der Welt erblicken und das leise Gefühl, dass es trotzdem nie ganz reicht.

    In meinem Beitrag über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen ist die Perfektionistin eines von fünf Mustern. Hier schauen wir genauer hin: wie sich Perfektionismus im Alltag zeigt, wovor er dich eigentlich schützen will und wie du anfangen kannst, ihn ein Stück loszulassen.

    Ein fertiger Entwurf bringt dich weiter als ein perfekter, der nur in deinem Kopf existiert.

    Wie Perfektionismus im Alltag aussieht

    Perfektionismus ist selten spektakulär. Er zeigt sich in kleinen Momenten, zum Beispiel wenn du eine kurze E-Mail zum fünften Mal umformulierst, bevor du sie abschickst oder wenn du ein Geburtstagsgeschenk so lange suchst, bis die Zeit knapp wird und du am Ende doch irgendetwas kaufst.

    Manchmal zeigt er sich auch darin, dass du etwas gar nicht erst anfängst. Du wolltest schon lange mit dem Schreiben, dem Sport oder einem eigenen Projekt beginnen, aber irgendwie war der richtige Moment noch nicht da. Erst müsste mehr Zeit sein, mehr Wissen, ein besserer Plan. So vergehen Monate und das, was dir eigentlich wichtig ist, bleibt liegen.

    Und selbst wenn du etwas fertig machst, kannst du dich oft nicht darüber freuen. Jemand lobt deine Arbeit und du siehst nur die Stelle, die noch besser hätte sein können.

    Gesunder Anspruch oder Perfektionismus?

    Nicht jeder hohe Anspruch ist ein Problem. Es ist schön, wenn dir Qualität wichtig ist und du dir Mühe gibst. Der Unterschied liegt darin, was dich antreibt und wie es sich anfühlt, wenn etwas nicht ganz gelingt.

    Gesunder Anspruch

    ☽ Fragt, ob etwas gut ist.

    ☽ Gibt dir Energie.

    ☽ Erlaubt, dass etwas fertig ist.

    ☽ Ein Fehler ist ärgerlich, aber verkraftbar.

    Perfektionismus

    ☽ Fragt, ob jemand einen Fehler finden könnte.

    ☽ Kostet dich Energie.

    ☽ Findet immer noch etwas zu verbessern.

    ☽ Ein Fehler fühlt sich an wie ein Urteil über dich.

    Wovor dich Perfektionismus schützen will

    Perfektionismus ist kein Charakterfehler. Er ist eine Strategie, die irgendwann einmal sinnvoll war. Viele Perfektionistinnen haben früh gelernt, dass sie für Leistung Anerkennung bekommen, und daraus wurde mit der Zeit die Überzeugung, nur dann in Ordnung zu sein, wenn alles stimmt.

    Dahinter steckt fast immer die Angst vor Bewertung. Solange etwas nicht fertig ist, kann es niemand kritisieren. Solange du nicht anfängst, kannst du auch nicht scheitern. Ich kenne dieses Gefühl, gesehen und bewertet zu werden nur zu gut und gerade deshalb weiß ich, wie überzeugend es sich als Vorsicht oder Gründlichkeit tarnen kann.

    Wenn du das verstehst, verändert sich etwas Wichtiges. Du musst nicht mehr gegen dich selbst kämpfen, sondern kannst dich fragen, ob dieser Schutz heute noch nötig ist.

    Kleine Schritte raus aus dem Perfektionismus

    Leg vorher fest, wann etwas fertig ist. Perfektionismus lebt davon, dass das Ziel immer weiter wegrückt. Schreib dir auf, woran du erkennst, dass eine Aufgabe erledigt ist, bevor du anfängst und halte dich dann daran.

    Gib dir ein Zeitlimit. Eine E-Mail bekommt zehn Minuten, eine Präsentation einen Nachmittag. Wenn die Zeit um ist, schickst du ab, was da ist. Am Anfang fühlt sich das unangenehm an und genau das ist der Punkt, an dem du übst.

    Mach bewusst etwas „nur gut genug“. Such dir eine kleine Sache aus, bei der wenig auf dem Spiel steht und mach sie absichtlich nicht perfekt. Beobachte danach, was passiert. Meistens merkt es niemand und du lernst Stück für Stück, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt.

    Schreib das Warum auf. Wenn du merkst, dass du wieder an etwas feilst, halte kurz inne und frag dich, wessen Urteil du gerade fürchtest. Die Antwort aufzuschreiben, hilft mehr, als nur darüber nachzudenken. Wie du dabei vorgehen kannst, zeige ich dir in meinem Beitrag zum Schattenarbeit-Journal.

    Perfektionismus tritt übrigens selten allein auf. Bei vielen Frauen hängt er eng mit dem Aufschieben zusammen oder damit, eigene Erfolge kleinzureden. Welches Muster bei dir im Vordergrund steht, macht einen großen Unterschied dafür, wo du am besten ansetzt.

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    Ist es wirklich der Perfektionismus, oder steckt ein anderes Muster dahinter? Im kostenlosen Guide erkennst du an den stillen Anzeichen, welches Muster bei dir am stärksten ist, und bekommst zu jedem Muster Fragen, die genau dort ansetzen.

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  • Schattenarbeit Fragen: 30 ehrliche Fragen

    Schattenarbeit Fragen: 30 ehrliche Fragen

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    30 Fragen für einen ruhigen Einstieg

    Ich habe lange geglaubt, ich sei einfach faul. Ich wusste meistens genau, was zu tun wäre, gerade bei Dingen, die mir wirklich wichtig waren und trotzdem bin ich immer wieder eingeknickt. Oft ausgerechnet dann, wenn es gerade gut lief. Erst als ich gemerkt habe, dass ich immer unzufriedener wurde, ohne sagen zu können warum habe ich angefangen, wirklich hinzuschauen.

    Was dabei ans Licht kam, war keine Faulheit. Es war ein Teil von mir, der Angst hatte, gesehen zu werden und der mich deshalb lieber klein gehalten hat. Genau solche Anteile meint man, wenn man von Schattenarbeit spricht: Seiten an dir, die du irgendwann weggepackt hast, weil sie nicht erwünscht waren und die trotzdem mitbestimmen, wie du heute handelst.

    Ich arbeite bei fast allem nach einem einfachen Prinzip. Erst will ich verstehen, warum ich etwas tue, und dann überlege ich, wie ich es anders machen kann. Schattenarbeit ist für mich der ehrlichste Weg zu diesem Warum und sie beginnt fast immer mit einer Frage, bei der man kurz schlucken muss.

    Die 30 Fragen in diesem Beitrag habe ich in fünf Bereiche sortiert. Du musst sie weder der Reihe nach beantworten noch an einem Abend. Nimm dir die, die dich gerade anspringt und lass die anderen liegen, bis sie dran sind. Falls du noch gar nicht weißt, was Schattenarbeit eigentlich ist, findest du in meinem Beitrag Shadow Work/Schattenarbeit erklärt einen ruhigen Einstieg.

    Erst das Warum, dann das Wie. Sonst passiert gar nichts.

    Bevor du anfängst

    Am besten funktioniert es, wenn du dir pro Abend nur eine Frage vornimmst und die Antwort mit der Hand aufschreibst. Beim Schreiben bist du langsamer als beim Denken und genau das hilft, weil du an Stellen hängen bleibst, über die du im Kopf einfach hinweggehen würdest. Wenn dir zu einer Frage nichts einfällt, schreib genau das auf. Oft kommt der eigentliche Gedanke erst im zweiten oder dritten Satz.

    Eine Sache ist mir dabei wichtig: Schattenarbeit ist Selbstreflexion und keine Therapie. Wenn dich eine Frage sehr aufwühlt oder an alte Verletzungen rührt, darfst du jederzeit aufhören. Manche Themen gehören in einen geschützten Rahmen mit einer Fachperson und es ist ein gutes Zeichen, wenn du das für dich erkennst.

    Was dich an anderen aufregt

    Vielleicht kennst du das: Eine Kollegin erzählt in jeder Besprechung von ihren Erfolgen und du ärgerst dich den ganzen Nachmittag darüber, obwohl es dich eigentlich gar nicht betrifft. Solche Reaktionen sind oft ein Hinweis auf etwas, das du dir selbst nicht erlaubst.

    1. Welche Eigenschaft an anderen Menschen regt mich besonders auf?

    2. Was genau daran trifft mich, und wo erkenne ich etwas davon in mir?

    3. Bei wem fühle ich mich sofort unterlegen und woran liegt das?

    4. Bei wem werde ich schnell kritisch und was sagt das über meine eigenen Ansprüche?

    5. Welche Bemerkung hat mich zuletzt länger beschäftigt, als sie eigentlich sollte?

    6. Welchen Menschen gehe ich aus dem Weg und welches Gefühl vermeide ich dabei?

    7. Welche Art von Mensch finde ich sofort unsympathisch, ohne ihn überhaupt zu kennen?

    Gefühle, die keinen Platz hatten

    Wenn du früher nach einem Streit gehört hast, du sollst dich nicht so anstellen, hast du vielleicht gelernt, Wut oder Traurigkeit lieber für dich zu behalten. Verschwunden sind diese Gefühle dadurch nicht. Sie suchen sich nur andere Wege.

    8. Welches Gefühl zeige ich anderen am ungernsten?

    9. Wann war ich zuletzt wütend und habe es heruntergeschluckt?

    10. Auf wen bin ich neidisch und welcher Wunsch steckt hinter diesem Neid?

    11. Welche Trauer habe ich mir nie richtig erlaubt?

    12. Wofür entschuldige ich mich, obwohl ich nichts falsch gemacht habe?

    13. Wo in meinem Körper spüre ich es, wenn ich ein Gefühl unterdrücke?

    Alte Regeln aus deiner Kindheit

    Sätze wie „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ oder „Was sollen denn die Leute denken“ klingen harmlos. Viele von uns richten sich aber bis heute danach, ohne je gefragt zu haben, ob sie noch zu unserem Leben passen.

    14. Welche Sätze habe ich als Kind oft gehört, und welche davon sage ich mir heute selbst?

    15. Wofür wurde ich gelobt und wofür wurde ich übersehen?

    16. Welche Rolle hatte ich in meiner Familie und spiele ich sie heute noch?

    17. Welche Regel befolge ich bis heute, obwohl ich sie nie hinterfragt habe?

    18. Was hätte ich damals gebraucht und kann ich es mir heute selbst geben?

    Scham und dein Bild von dir

    Über Scham wird kaum gesprochen, dabei zeigt sie sich oft ganz unscheinbar. Zum Beispiel, wenn du ein Foto von dir sofort löschst oder über dich selbst einen Witz machst, bevor es jemand anderes tun kann.

    19. Wofür schäme ich mich heimlich?

    20. Welchen Teil von mir verstecke ich vor anderen?

    21. Was soll auf keinen Fall jemand über mich denken?

    22. Welche Seite an mir mag ich nicht und wovor hat sie mich vielleicht einmal geschützt?

    23. Wann fühle ich mich zu viel und wann nicht genug?

    24. Was würde ich mir heute gern verzeihen?

    Dein goldener Schatten

    Zum Schatten gehören nicht nur die Seiten, die du an dir ablehnst. Oft versteckst du auch Stärken, weil es sich sicherer anfühlt, nicht aufzufallen. Bei mir war es die Angst, wirklich gesehen zu werden. Sie hat sich nie wie Angst angefühlt, sondern wie Faulheit und genau deshalb habe ich sie so lange nicht erkannt.

    25. Welche Eigenschaft bewundere ich an anderen am meisten und wo steckt ein kleines Stück davon auch in mir?

    26. Für welche Stärke wurde ich als Kind eher gebremst als ermutigt?

    27. In welchen Situationen halte ich mich zurück, obwohl ich eigentlich etwas zu sagen hätte?

    28. Was würde sich verändern, wenn andere sehen würden, was ich wirklich kann?

    29. Welche Seite von mir zeige ich nur Menschen, bei denen ich mich ganz sicher fühle?

    30. Was würde ich anfangen, wenn mir niemand dabei zusehen könnte?

    Was du mit deinen Antworten machst

    Erst einmal gar nichts. Du musst aus keiner Antwort sofort einen Vorsatz machen. Lies deine Notizen lieber nach ein paar Tagen noch einmal durch. Dann fallen dir oft Sätze auf, die sich wiederholen, oder ein Gefühl, das in mehreren Antworten auftaucht. An diesen Stellen lohnt es sich weiterzuschreiben und wenn du dafür noch mehr Anregungen suchst, findest du in meinem Beitrag Journaling für Selbsterkenntnis weitere Fragen.

    Vielleicht ist dir beim Schreiben aufgefallen, dass sich dein Schatten vor allem darin zeigt, wie du dich selbst ausbremst. Du schiebst Dinge auf oder sagst Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst. Dann steckt oft eines von fünf leisen Mustern dahinter, die ich in meinem Beitrag Über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen beschrieben habe.

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    Die 5 leisen Muster der Selbstsabotage

    Welches der fünf Muster bremst dich gerade am meisten aus? Im kostenlosen Guide erkennst du an den stillen Anzeichen, welches deins ist, und bekommst zu jedem Muster Fragen, die genau dort ansetzen, wo dieser Beitrag aufhört.

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  • Journaling für Selbsterkenntnis: Warum die richtige Frage mehr bewegt als Disziplin

    Journaling für Selbsterkenntnis: Warum die richtige Frage mehr bewegt als Disziplin

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    Warum die richtige Frage mehr bewegt als Disziplin

    Vielleicht hast du es schon mal versucht. Ein schönes Notizbuch gekauft, dir vorgenommen, jeden Abend zu schreiben – und nach vier Tagen lag es wieder in der Schublade.

    Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht undiszipliniert. Dir hat nur niemand gesagt, wie Journaling wirklich funktioniert.

    Journaling ist nicht Tagebuch

    Es geht nicht darum, aufzuschreiben, was du gegessen hast oder wie dein Tag war. Es geht darum, mit dir selbst ins Gespräch zu kommen – und das braucht keine Disziplin, sondern die richtige Frage.

    Das ist der ganze Unterschied. Und er erklärt, warum die meisten aufgeben: Sie sitzen vor einer leeren Seite und wissen nicht, worüber sie schreiben sollen.

    Warum Schreiben klarer macht als Denken

    Gedanken drehen sich im Kopf im Kreis. Sie wiederholen sich, überschlagen sich, verknoten sich. Sobald du sie aber aufschreibst, passiert etwas: Sie werden greifbar. Du siehst sie vor dir, außerhalb von dir, und plötzlich erkennst du Zusammenhänge, die im Gedankenkarussell unsichtbar waren.

    Der Stift denkt oft klarer als der Kopf. Nicht, weil er klüger ist – sondern weil er langsamer ist.

    Er zwingt dich, einen Gedanken zu Ende zu bringen, statt beim nächsten Sorgengedanken abzubiegen.

    Der häufigste Fehler beim Journaling

    Die meisten scheitern nicht am Schreiben, sondern an der leeren Seite. „Schreib einfach, was dich bewegt“ ist der schlechteste Rat überhaupt, weil er dich mit dem Nichts allein lässt.

    Was wirklich hilft, sind konkrete Fragen. Eine gute Frage ist wie ein Türöffner: Sie führt dich an einen Ort in dir, den du allein nicht so leicht gefunden hättest.

    Ehrliche Fragen statt oberflächlicher

    Und damit meine ich nicht die üblichen Wohlfühl-Fragen wie „Wofür bist du heute dankbar?“. Die haben ihren Platz, aber sie kratzen an der Oberfläche. Die Fragen, die dich wirklich weiterbringen, sind unbequemer und ehrlicher.

    ☽  Wovon rede ich mir ein, dass ich es „später“ mache – und wovor schützt mich das Aufschieben in Wahrheit?

    ☽  Wessen Zufriedenheit stelle ich über meine eigene – und warum gerade diese Person?

    ☽  Was würde ich tun, wenn ich sicher wüsste, dass niemand es beurteilt?

    Spürst du den Unterschied? Solche Fragen lassen sich nicht in einem Satz abhaken. Sie arbeiten in dir weiter, auch wenn du den Stift längst weggelegt hast.

    Wie du anfängst, ohne dich zu überfordern

    Du brauchst keine Stunde und kein perfektes Setting. Fünf Minuten reichen. Eine Frage reicht. Und es muss nicht schön sein, nicht vollständig, nicht mal für andere lesbar. Es ist nur für dich.

    Nimm dir eine der Fragen von oben, schreib, was ehrlich ist, und hör auf, wenn es sich richtig anfühlt. Das ist schon Journaling. Mehr ist es nicht – und mehr muss es nicht sein.

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    20 ehrliche Fragen zum Anfangen

    Ich habe dir 20 solcher Fragen zusammengestellt – jede führt dich zu einem Teil von dir, der dich vielleicht gerade unbewusst ausbremst.

    Hol dir die 20 Fragen ☽

    Und mach aus dem leeren Notizbuch endlich ein Gespräch mit dir selbst.

    Du musst dich nicht neu erfinden. Du musst dir nur mal ehrlich zuhören.

    deine Steffie von Nebelhain ☽

  • Über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen

    Über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen

    Manchmal stehen wir uns selbst im Weg, ohne es zu merken. Nicht mit großen Fehlern, nicht mit einem lauten Knall – sondern leise. Ein aufgeschobenes Vorhaben hier, ein kleingeredeter Erfolg dort. Und am Ende fragst du dich, warum sich dein Leben nicht so anfühlt, wie du es dir eigentlich wünschst.

    Das Wort „Selbstsabotage“ klingt hart. Nach Absicht, nach eigenem Verschulden. Dabei ist das Gegenteil wahr: Selbstsabotage ist selten böser Wille. Sie ist ein Schutzmuster, das du irgendwann gelernt hast, weil es dir damals gedient hat. Es zu verstehen ist kein Grund, sich zu schämen – es ist der erste Schritt, um es zu verändern.

    Ich möchte dir hier die fünf leisen Muster zeigen, in denen sich fast jede Frau wiederfindet. Nicht, damit du dich in eine Schublade steckst. Sondern damit du dich das nächste Mal, wenn eines davon auftaucht, erkennst – und weißt, dass du nicht kaputt bist. Nur geprägt.

    Warum Selbstsabotage so schwer zu erkennen ist

    Das Tückische an diesen Mustern ist, dass sie sich vernünftig anfühlen. Sie tarnen sich als Anspruch, als Vorsicht, als Rücksicht. Du hältst sie für Charakterzüge, dabei sind es Gewohnheiten – und Gewohnheiten lassen sich verlernen.

    Was einen Namen hat, kannst du kommen sehen. Und was du kommen siehst, hat weniger Macht über dich.

    Die fünf Muster im Überblick

    Die Perfektionistin. Sie fängt nicht an, bis alles sicher ist – und weil nie alles sicher ist, bleibt vieles liegen. Von außen sieht das aus wie hoher Anspruch. Von innen fühlt es sich an wie Lähmung. Perfektionismus ist selten Stärke. Meistens ist er Angst in schön.

    Die Aufschieberin. Sie weiß genau, was zu tun wäre, und tut es trotzdem nicht. Nicht aus Faulheit – sondern weil die Aufgabe sich zu groß anfühlt oder die Angst zu scheitern zu laut ist. Aufschieben ist oft ein Ausweichen vor einem Gefühl, nicht vor der Arbeit.

    Die Selbst-Kleinrednerin. Sie schafft etwas und sagt: „War doch nichts.“ Sie bekommt ein Kompliment und wehrt es ab. Über die Jahre glaubt sie ihren eigenen Sätzen – und wundert sich, warum ihr Selbstwert nicht wächst.

    Die Grenzenlose. Sie ist für alle da, nur nicht für sich. Ihre Bedürfnisse kommen zuletzt, wenn überhaupt. Nein zu sagen fühlt sich für sie gefährlich an. Und irgendwann merkt sie erst, dass sie leer ist, wenn gar nichts mehr geht.

    Die Dauerzweiflerin. Sie denkt und denkt und denkt – und entscheidet nicht. Sie nennt es Vorsicht, aber es ist ein Warten auf eine Gewissheit, die nie kommt. Ihr Kopf arbeitet, während ihr Leben wartet.

    Vielleicht hast du dich in einem sofort erkannt. Vielleicht in mehreren. Beides ist normal – die meisten von uns tragen nicht nur ein Muster, sondern eine leise Mischung.

    Und was jetzt?

    Das Erkennen ist mehr, als es klingt. Denn du kannst nichts verändern, was du nicht siehst. Der Moment, in dem du dir selbst sagst „Ah – das ist die Aufschieberin in mir, nicht die Wahrheit über mich“, ist der Moment, in dem sich etwas zu lösen beginnt.

    Aber ehrlich gesagt: Ein Blogartikel kann dir die Muster nur zeigen. Sie wirklich bei dir selbst zu verstehen – warum gerade dieses Muster deins ist, woher es kommt, wann es auftaucht – das braucht ein bisschen mehr Raum und ein paar ehrliche Fragen.

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    Die 5 leisen Muster der Selbstsabotage

    Auf zwölf Seiten findest du zu jedem Muster die stillen Anzeichen und 20 ehrliche Fragen, die ehrlicher sind als die meisten Ratgeber. Kein Toxic Positivity, keine schnellen Lösungen – nur ein ruhiger Blick auf dich selbst, in deinem Tempo.

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    Und finde heraus, welches Muster dich gerade wirklich zurückhält.

    Fang genau da an, wo du bist. Das reicht völlig.

  • Willkommen bei Nebelhain!

    Willkommen bei Nebelhain!

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    Schön, dass du hier bist.

    Nebelhain ist ein Ort für die leisen Themen. Für die Muster, die dich ausbremsen, ohne dass du sie beim Namen nennen könntest. Für das Gefühl, genau zu wissen, was du tun müsstest – und es trotzdem nicht zu tun.

    Hier findest du keine schnellen Lösungen und keine Sprüche, die dir sagen, du müsstest nur positiv denken. Sondern ehrliche Fragen, sanfte Impulse und Begleitung für den Weg zu dir selbst – in deinem Tempo, ohne Druck.

    Ein Ort, der ehrlich ist, ohne hart zu sein. Der hinsieht, ohne zu urteilen.

    Wer dahintersteht

    Ich bin Steffie. Ich schreibe hier nicht als jemand, der alles gelöst hat, sondern als jemand, der diese Muster von innen kennt. Das Aufschieben, das Kleinreden, das Für-alle-da-Sein – nur nicht für sich selbst.

    Nebelhain ist aus dem entstanden, was ich mir damals selbst gewünscht hätte: ein Ort, an dem man hinschauen darf, ohne sich dafür schämen zu müssen.

    Womit ich dich begleite

    Wenn du magst, fang mit dem kostenlosen Freebie an – Die 5 leisen Muster der Selbstsabotage. Zwölf Seiten, 20 ehrliche Fragen, um dich selbst besser zu verstehen.

    Und wenn du möchtest, mehr: Das Workbook Dir selbst im Weg ist dein Arbeitsbuch, um jene Muster zu verstehen – es ist ein Arbeitsbuch, das dich durch alle fünf Muster begleitet.

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    Trag dich ins Freebie ein und bekomme es zum Start vergünstigt.

    deine Steffie von Nebelhain ☽