Schlagwort: Selbstakzeptanz

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    Perfektionismus als Selbstsabotage: Warum er dich ausbremst

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    Warum zu hohe Ansprüche dich oft gar nicht erst anfangen lassen

    Ich habe lange geglaubt, ich sei faul, weil ich Dinge nicht angefangen oder kurz vor dem Ziel liegen gelassen habe. Dass genau dieses Verhalten auch eine ganz andere Ursache haben kann, habe ich erst spät verstanden. Eine davon ist Perfektionismus.

    Von außen wirkt Perfektionismus wie eine Stärke. Wer hohe Ansprüche hat, gilt als gewissenhaft und zuverlässig und viele Perfektionistinnen bekommen genau dafür Anerkennung. Was dabei niemand sieht, ist der Preis: die Abende, an denen du an einer Kleinigkeit feilst, die Projekte, die nie das Licht der Welt erblicken und das leise Gefühl, dass es trotzdem nie ganz reicht.

    In meinem Beitrag über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen ist die Perfektionistin eines von fünf Mustern. Hier schauen wir genauer hin: wie sich Perfektionismus im Alltag zeigt, wovor er dich eigentlich schützen will und wie du anfangen kannst, ihn ein Stück loszulassen.

    Ein fertiger Entwurf bringt dich weiter als ein perfekter, der nur in deinem Kopf existiert.

    Wie Perfektionismus im Alltag aussieht

    Perfektionismus ist selten spektakulär. Er zeigt sich in kleinen Momenten, zum Beispiel wenn du eine kurze E-Mail zum fünften Mal umformulierst, bevor du sie abschickst oder wenn du ein Geburtstagsgeschenk so lange suchst, bis die Zeit knapp wird und du am Ende doch irgendetwas kaufst.

    Manchmal zeigt er sich auch darin, dass du etwas gar nicht erst anfängst. Du wolltest schon lange mit dem Schreiben, dem Sport oder einem eigenen Projekt beginnen, aber irgendwie war der richtige Moment noch nicht da. Erst müsste mehr Zeit sein, mehr Wissen, ein besserer Plan. So vergehen Monate und das, was dir eigentlich wichtig ist, bleibt liegen.

    Und selbst wenn du etwas fertig machst, kannst du dich oft nicht darüber freuen. Jemand lobt deine Arbeit und du siehst nur die Stelle, die noch besser hätte sein können.

    Gesunder Anspruch oder Perfektionismus?

    Nicht jeder hohe Anspruch ist ein Problem. Es ist schön, wenn dir Qualität wichtig ist und du dir Mühe gibst. Der Unterschied liegt darin, was dich antreibt und wie es sich anfühlt, wenn etwas nicht ganz gelingt.

    Gesunder Anspruch

    ☽ Fragt, ob etwas gut ist.

    ☽ Gibt dir Energie.

    ☽ Erlaubt, dass etwas fertig ist.

    ☽ Ein Fehler ist ärgerlich, aber verkraftbar.

    Perfektionismus

    ☽ Fragt, ob jemand einen Fehler finden könnte.

    ☽ Kostet dich Energie.

    ☽ Findet immer noch etwas zu verbessern.

    ☽ Ein Fehler fühlt sich an wie ein Urteil über dich.

    Wovor dich Perfektionismus schützen will

    Perfektionismus ist kein Charakterfehler. Er ist eine Strategie, die irgendwann einmal sinnvoll war. Viele Perfektionistinnen haben früh gelernt, dass sie für Leistung Anerkennung bekommen, und daraus wurde mit der Zeit die Überzeugung, nur dann in Ordnung zu sein, wenn alles stimmt.

    Dahinter steckt fast immer die Angst vor Bewertung. Solange etwas nicht fertig ist, kann es niemand kritisieren. Solange du nicht anfängst, kannst du auch nicht scheitern. Ich kenne dieses Gefühl, gesehen und bewertet zu werden nur zu gut und gerade deshalb weiß ich, wie überzeugend es sich als Vorsicht oder Gründlichkeit tarnen kann.

    Wenn du das verstehst, verändert sich etwas Wichtiges. Du musst nicht mehr gegen dich selbst kämpfen, sondern kannst dich fragen, ob dieser Schutz heute noch nötig ist.

    Kleine Schritte raus aus dem Perfektionismus

    Leg vorher fest, wann etwas fertig ist. Perfektionismus lebt davon, dass das Ziel immer weiter wegrückt. Schreib dir auf, woran du erkennst, dass eine Aufgabe erledigt ist, bevor du anfängst und halte dich dann daran.

    Gib dir ein Zeitlimit. Eine E-Mail bekommt zehn Minuten, eine Präsentation einen Nachmittag. Wenn die Zeit um ist, schickst du ab, was da ist. Am Anfang fühlt sich das unangenehm an und genau das ist der Punkt, an dem du übst.

    Mach bewusst etwas „nur gut genug“. Such dir eine kleine Sache aus, bei der wenig auf dem Spiel steht und mach sie absichtlich nicht perfekt. Beobachte danach, was passiert. Meistens merkt es niemand und du lernst Stück für Stück, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt.

    Schreib das Warum auf. Wenn du merkst, dass du wieder an etwas feilst, halte kurz inne und frag dich, wessen Urteil du gerade fürchtest. Die Antwort aufzuschreiben, hilft mehr, als nur darüber nachzudenken. Wie du dabei vorgehen kannst, zeige ich dir in meinem Beitrag zum Schattenarbeit-Journal.

    Perfektionismus tritt übrigens selten allein auf. Bei vielen Frauen hängt er eng mit dem Aufschieben zusammen oder damit, eigene Erfolge kleinzureden. Welches Muster bei dir im Vordergrund steht, macht einen großen Unterschied dafür, wo du am besten ansetzt.

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    Ist es wirklich der Perfektionismus, oder steckt ein anderes Muster dahinter? Im kostenlosen Guide erkennst du an den stillen Anzeichen, welches Muster bei dir am stärksten ist, und bekommst zu jedem Muster Fragen, die genau dort ansetzen.

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  • Schattenarbeit Fragen: 30 ehrliche Fragen

    Schattenarbeit Fragen: 30 ehrliche Fragen

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    30 Fragen für einen ruhigen Einstieg

    Ich habe lange geglaubt, ich sei einfach faul. Ich wusste meistens genau, was zu tun wäre, gerade bei Dingen, die mir wirklich wichtig waren und trotzdem bin ich immer wieder eingeknickt. Oft ausgerechnet dann, wenn es gerade gut lief. Erst als ich gemerkt habe, dass ich immer unzufriedener wurde, ohne sagen zu können warum habe ich angefangen, wirklich hinzuschauen.

    Was dabei ans Licht kam, war keine Faulheit. Es war ein Teil von mir, der Angst hatte, gesehen zu werden und der mich deshalb lieber klein gehalten hat. Genau solche Anteile meint man, wenn man von Schattenarbeit spricht: Seiten an dir, die du irgendwann weggepackt hast, weil sie nicht erwünscht waren und die trotzdem mitbestimmen, wie du heute handelst.

    Ich arbeite bei fast allem nach einem einfachen Prinzip. Erst will ich verstehen, warum ich etwas tue, und dann überlege ich, wie ich es anders machen kann. Schattenarbeit ist für mich der ehrlichste Weg zu diesem Warum und sie beginnt fast immer mit einer Frage, bei der man kurz schlucken muss.

    Die 30 Fragen in diesem Beitrag habe ich in fünf Bereiche sortiert. Du musst sie weder der Reihe nach beantworten noch an einem Abend. Nimm dir die, die dich gerade anspringt und lass die anderen liegen, bis sie dran sind. Falls du noch gar nicht weißt, was Schattenarbeit eigentlich ist, findest du in meinem Beitrag Shadow Work/Schattenarbeit erklärt einen ruhigen Einstieg.

    Erst das Warum, dann das Wie. Sonst passiert gar nichts.

    Bevor du anfängst

    Am besten funktioniert es, wenn du dir pro Abend nur eine Frage vornimmst und die Antwort mit der Hand aufschreibst. Beim Schreiben bist du langsamer als beim Denken und genau das hilft, weil du an Stellen hängen bleibst, über die du im Kopf einfach hinweggehen würdest. Wenn dir zu einer Frage nichts einfällt, schreib genau das auf. Oft kommt der eigentliche Gedanke erst im zweiten oder dritten Satz.

    Eine Sache ist mir dabei wichtig: Schattenarbeit ist Selbstreflexion und keine Therapie. Wenn dich eine Frage sehr aufwühlt oder an alte Verletzungen rührt, darfst du jederzeit aufhören. Manche Themen gehören in einen geschützten Rahmen mit einer Fachperson und es ist ein gutes Zeichen, wenn du das für dich erkennst.

    Was dich an anderen aufregt

    Vielleicht kennst du das: Eine Kollegin erzählt in jeder Besprechung von ihren Erfolgen und du ärgerst dich den ganzen Nachmittag darüber, obwohl es dich eigentlich gar nicht betrifft. Solche Reaktionen sind oft ein Hinweis auf etwas, das du dir selbst nicht erlaubst.

    1. Welche Eigenschaft an anderen Menschen regt mich besonders auf?

    2. Was genau daran trifft mich, und wo erkenne ich etwas davon in mir?

    3. Bei wem fühle ich mich sofort unterlegen und woran liegt das?

    4. Bei wem werde ich schnell kritisch und was sagt das über meine eigenen Ansprüche?

    5. Welche Bemerkung hat mich zuletzt länger beschäftigt, als sie eigentlich sollte?

    6. Welchen Menschen gehe ich aus dem Weg und welches Gefühl vermeide ich dabei?

    7. Welche Art von Mensch finde ich sofort unsympathisch, ohne ihn überhaupt zu kennen?

    Gefühle, die keinen Platz hatten

    Wenn du früher nach einem Streit gehört hast, du sollst dich nicht so anstellen, hast du vielleicht gelernt, Wut oder Traurigkeit lieber für dich zu behalten. Verschwunden sind diese Gefühle dadurch nicht. Sie suchen sich nur andere Wege.

    8. Welches Gefühl zeige ich anderen am ungernsten?

    9. Wann war ich zuletzt wütend und habe es heruntergeschluckt?

    10. Auf wen bin ich neidisch und welcher Wunsch steckt hinter diesem Neid?

    11. Welche Trauer habe ich mir nie richtig erlaubt?

    12. Wofür entschuldige ich mich, obwohl ich nichts falsch gemacht habe?

    13. Wo in meinem Körper spüre ich es, wenn ich ein Gefühl unterdrücke?

    Alte Regeln aus deiner Kindheit

    Sätze wie „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ oder „Was sollen denn die Leute denken“ klingen harmlos. Viele von uns richten sich aber bis heute danach, ohne je gefragt zu haben, ob sie noch zu unserem Leben passen.

    14. Welche Sätze habe ich als Kind oft gehört, und welche davon sage ich mir heute selbst?

    15. Wofür wurde ich gelobt und wofür wurde ich übersehen?

    16. Welche Rolle hatte ich in meiner Familie und spiele ich sie heute noch?

    17. Welche Regel befolge ich bis heute, obwohl ich sie nie hinterfragt habe?

    18. Was hätte ich damals gebraucht und kann ich es mir heute selbst geben?

    Scham und dein Bild von dir

    Über Scham wird kaum gesprochen, dabei zeigt sie sich oft ganz unscheinbar. Zum Beispiel, wenn du ein Foto von dir sofort löschst oder über dich selbst einen Witz machst, bevor es jemand anderes tun kann.

    19. Wofür schäme ich mich heimlich?

    20. Welchen Teil von mir verstecke ich vor anderen?

    21. Was soll auf keinen Fall jemand über mich denken?

    22. Welche Seite an mir mag ich nicht und wovor hat sie mich vielleicht einmal geschützt?

    23. Wann fühle ich mich zu viel und wann nicht genug?

    24. Was würde ich mir heute gern verzeihen?

    Dein goldener Schatten

    Zum Schatten gehören nicht nur die Seiten, die du an dir ablehnst. Oft versteckst du auch Stärken, weil es sich sicherer anfühlt, nicht aufzufallen. Bei mir war es die Angst, wirklich gesehen zu werden. Sie hat sich nie wie Angst angefühlt, sondern wie Faulheit und genau deshalb habe ich sie so lange nicht erkannt.

    25. Welche Eigenschaft bewundere ich an anderen am meisten und wo steckt ein kleines Stück davon auch in mir?

    26. Für welche Stärke wurde ich als Kind eher gebremst als ermutigt?

    27. In welchen Situationen halte ich mich zurück, obwohl ich eigentlich etwas zu sagen hätte?

    28. Was würde sich verändern, wenn andere sehen würden, was ich wirklich kann?

    29. Welche Seite von mir zeige ich nur Menschen, bei denen ich mich ganz sicher fühle?

    30. Was würde ich anfangen, wenn mir niemand dabei zusehen könnte?

    Was du mit deinen Antworten machst

    Erst einmal gar nichts. Du musst aus keiner Antwort sofort einen Vorsatz machen. Lies deine Notizen lieber nach ein paar Tagen noch einmal durch. Dann fallen dir oft Sätze auf, die sich wiederholen, oder ein Gefühl, das in mehreren Antworten auftaucht. An diesen Stellen lohnt es sich weiterzuschreiben und wenn du dafür noch mehr Anregungen suchst, findest du in meinem Beitrag Journaling für Selbsterkenntnis weitere Fragen.

    Vielleicht ist dir beim Schreiben aufgefallen, dass sich dein Schatten vor allem darin zeigt, wie du dich selbst ausbremst. Du schiebst Dinge auf oder sagst Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst. Dann steckt oft eines von fünf leisen Mustern dahinter, die ich in meinem Beitrag Über die leisen Arten, sich selbst im Weg zu stehen beschrieben habe.

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    Die 5 leisen Muster der Selbstsabotage

    Welches der fünf Muster bremst dich gerade am meisten aus? Im kostenlosen Guide erkennst du an den stillen Anzeichen, welches deins ist, und bekommst zu jedem Muster Fragen, die genau dort ansetzen, wo dieser Beitrag aufhört.

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  • Willkommen bei Nebelhain!

    Willkommen bei Nebelhain!

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    Schön, dass du hier bist.

    Nebelhain ist ein Ort für die leisen Themen. Für die Muster, die dich ausbremsen, ohne dass du sie beim Namen nennen könntest. Für das Gefühl, genau zu wissen, was du tun müsstest – und es trotzdem nicht zu tun.

    Hier findest du keine schnellen Lösungen und keine Sprüche, die dir sagen, du müsstest nur positiv denken. Sondern ehrliche Fragen, sanfte Impulse und Begleitung für den Weg zu dir selbst – in deinem Tempo, ohne Druck.

    Ein Ort, der ehrlich ist, ohne hart zu sein. Der hinsieht, ohne zu urteilen.

    Wer dahintersteht

    Ich bin Steffie. Ich schreibe hier nicht als jemand, der alles gelöst hat, sondern als jemand, der diese Muster von innen kennt. Das Aufschieben, das Kleinreden, das Für-alle-da-Sein – nur nicht für sich selbst.

    Nebelhain ist aus dem entstanden, was ich mir damals selbst gewünscht hätte: ein Ort, an dem man hinschauen darf, ohne sich dafür schämen zu müssen.

    Womit ich dich begleite

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